Wer braucht schon ein Auto?

Warum wird man bei Bewerbungsgesprächen immer gefragt, ob man ein Auto hat? Gerade in der Großstadt ist das doch eher hinderlich. Zu meiner letzten Arbeitsstelle – damals hatte ich noch ein Auto – bin ich normalerweise mit der S-Bahn gefahren: von Tür zu Tür unter 40 Minuten. Ich habe es aus Bequemlichkeit mal mit dem Auto probiert: anderthalb Stunden für 20 km! Viel Stau, viele Blitzer, viel Verkehr – entspannt war das nicht. Dann lieber wieder mit der S-Bahn, da konnte ich wenigstens die halbe Stunde nutzen um zu stricken, lesen, nachdenken, träumen, andere Menschen beobachten – und war sogar eine Stunde schneller da.

Bei der nächsten Arbeitsstelle – da war das Auto schon weg – habe ich mit der U-Bahn eine halbe Stunde gebraucht und mit dem Fahrrad sogar nur 20 Minuten, wobei ich da immer auf dem Fahrradstreifen an den dahinkriechenden Autos vorbeigefahren bin.

Zugegebenermaßen habe ich mich in der Zwischenzeit beim Carsharing angemeldet, da mir die Einkäufe zu schwer wurden. Finanziell ist es dennoch eine Erleichterung und wie ich letztens beim Spaziergang mit Freunden gemerkt habe, helfen selbst die paar Meter, die ich jeden Tag zu Fuß und per Rad zurücklege, um fit zu bleiben. Von wegen abends noch eben ins Fitnessstudio  – mit dem Auto…

– und bevor sich die Mamis melden, man müsse die Kinder doch zum Sport und zur Musikschule bringen: mein Kind hat auch ein Fahrrad und flitzt damit liebend gerne durch die Gegend, auch zur Schule und zum Sport. Ihn mit dem Auto zu kutschieren, wäre eher eine Strafe.

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